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Philosophie

                         Unsere Philosophie für unserer Hundezucht….

                                      oder:

                      warum und weshalb wir so und nicht anders unsere Zucht betreiben

Vor ca. 13 Jahren planten wir, einen Welpen zu uns zu nehmen. Unseren Kindern waren die Rasse und die Größe des Hundes einerlei. Meinem Mann und mir nicht. Mein Mann, durch einen Unfall gehbehindert, wünschte sich einen kleinen Hund. Es sollte aber kein Schoßhund sein, sondern schon ein „richtiger“ Hund. Ich dagegen suchte nach einen kleinen, pflegeleichten, leicht zu erziehenden, nicht kläffenden, kinderüberallesliebenden Hund. Kurz um:

                                                        Den perfekten Hund!

Wir lasen Rasse-Bücher, hörten uns bei Hunde haltenden Freunden um und stöberten im Internet….

Ich fand nichts was Verstand und Herz bei mir ansprach.

Nach langen Suchen, kam mein Mann mit einem Bild und einer Rassebeschreibung, die mein Interesse weckte. Das Bild war hässlich…. Ein kleiner, rauer, struppiger Terrier. Aber die Beschreibung war perfekt.

Wir suchten in Deutschland Züchter dieser Rasse und wurden fündig. Im Sauerland gab es eine kleine Zucht. Wir verabredeten einen Besuchstermin für den 01.09.2001. Die Züchterin hatte damals 7 Aussies, die uns laut und stürmisch begrüßten. Da dachte ich noch: das wird nix! Unsere Kinder waren noch Hunde unerfahren und liefen und quiekten vor Aufregung und ein bisschen Angst am Zaun entlang, was die Hunde toll fanden. Ich wollte da eigentlich nur noch weg.

Aber wir gingen dann doch in den Garten und Minuten später hatten sich die Hunde auf unsere Kinder eingestellt und das Spiel lief ruhig und lustig weiter. Die etwas älteren Hunde (besonders Aika) legten sich zu mir und schmusten mit mir. Ich war begeistert von den Hunden und ihrer Züchterin. Nicht die Kinder, sondern die Hunde stellten sich auf die Situation ein. Unsere Kinder fassten nach und nach mehr Vertrauen und spielten mit den Hunden. Die Züchterin von den Lausbuben, wie der Zwinger hieß, konnte uns viel von den Australian Terriern erzählen und auf alle Fragen von uns hatte sie eine Antwort. Sie waren auch viel hübscher als auf dem Bild. Zwar klein und rauhaarig, aber nicht struppig. Beeindruckend fand ich ihre sehr beweglichen Ohren, die sie unabhängig von einander in (fast) alle Richtungen drehen können. Aber das Beste sind ihre Augen, klein, mandelförmig und dunkel…. Sie scheinen immer zu strahlen…. sie haben alles im Blick ohne zu fixieren….

Nach diesem Nachmittag wussten wir: wenn Hund, dann ein Australian Terrier! Wenn Australian Terrier, dann einen „von den Lausbuben“!

Und so meldeten wir uns für den nächsten Wurf an und dieser war für das nächste Jahr geplant.

Im Juni darauf holten wir unsere kleine Eira endlich an. Wenn man sagt: Vorfreude ist die schönste Freude, der kennt die Freunde MIT einem Aussie nicht!!!

Dieser kleine Hund passte sich unserem Leben an und flutschte so in unsere Herzen, das sie nicht mehr wegzudenken ist. Die Erziehung lief völlig problemlos und so wuchs Eira zu einer hübschen jungen Dame heran.

Nach einem Besuch bei der Züchterin, bei dem Eira auch getrimmt wurde, stand der Entschluss fest, unseren Hund auch mal auszustellen. Die Schönste und Beste war sie für uns sowieso. Mit diesem Bewusstsein meisterten wir die Ausstellungen und im Nu war Eira Deutscher Jugendchampion KfT.

 

Mit unserem Aussie lernte ich auch viele Familien kennen, die sich für eine andere Rasse entschieden hatten und nicht ganz so glücklich wurden wie wir. Der Hund nahm die ganze freie Zeit in Anspruch und brauchte sehr viel Aufmerksamkeit.

Ganz anders unsere Eira, sie ist immer dabei, das reicht ihr. Natürlich braucht der Australian Terrier viel Auslauf und Beschäftigung für sein helles Köpfchen!!! Aber wenn mal nicht soviel Zeit da ist oder ein fauler, regnerischer Sonntag, liegt er gerne mit auf dem Sofa und verlangt keine extra Beschäftigung. Ich werde oft beneidet und höre dann: wenn ich diese Rasse gekannt hätte, hätte ich mich auch für sie entschieden.

 

So wuchs in mir der Entschluss, die Rasse bekannter zu machen.

Auf unserem Hundeplatz der Hundeschule zeigte unsere Gruppe oft kleine Agility-Vorführungen, und Eira überzeugte mit ihren Leistungen. Viele waren erstaunt, wie viel Power in so einem kleinen Hund steckt. In den Pausen aber genauso zärtlich und liebevoll mit den Kindern spielte.

 

Bald kam eine Familie auf mich zu und fragte, ob wir „Eira-Hunde“ züchten. Sie wollten gerne einen „Eira-Hund“ haben.

So keimte der Wunsch zu züchten in mir. Nach vielen Überlegungen hin und her.... denn ich wollte nicht nur mal das meine Hündin Babys hat, setzte ich mich mit Eiras Züchterin in Verbindung. Sie fand die Idee „Zucht“ ganz toll. Na klar, sie war ja schon einige Jahre aussie-infiziert.

 

Ich machte mich im Klub für Terrier und dem VDH schlau welche Anforderungen an Züchter gestellt werden.

Am 03.05.2004 erhielt ich nach meinen Prüfungen die Zuchterlaubnis vom Klub für Terrier (KfT), VDH und FCI.

Es dauerte dann aber noch bis zum Juli 2005 als unser erster Wurf geboren wurde.

 

Das Feedback der neuen Besitzer war durchweg positiv.

Mittlerweile sind die JUMPERS als liebevolle Familienhunde bekannt. Zurzeit haben wir drei Hündinnen und liebäugeln mit einer Vierten aus und für unsere Zucht.

Nach wie vor ist die Hundezucht für mich (m)ein Hobby. Die JUMPERS haben nur einmal im Jahr Welpen, denn ich stecke immer sehr viel Herzblut in meine Welpenplanung. Selbstverständlich unterliegen unsere Würfe allen Auflagen des Klub für Terrier (KfT) und VDH / FCI. Das gilt natürlich auch für unsere Deckrüden!

Ich achte außerdem auf Vollzahnigkeit und dass sie frei von Patellaluxation sind,  auch wenn der Klub für unsere Rasse keine medizinische Untersuchungen vorgibt. Mir ist auch wichtig, dass die Rüden bei und mit ihren Familien leben

Für unsere Zucht lege ich nicht nur großen Wert darauf, dass die Rüden phänotypisch sondern auch charakterlich sehr gut zu meinen Hündinnen passen. Da sind mir größere Entfernungen auch nicht zu viel.

Alle Würfe mit dem Zwingernamen JUMPERS  werden in unserem Haus geboren und wachsen bei uns im Haus und Garten auf.

Bei der Aufzucht wird die Mutterhündin von den anderen Hündinnen unterstützt. Sie sind bei der Geburt dabei und heißen den kleinen Welpen willkommen, helfen bei der Körperpflege und später, wenn die Kleinen mobil sind, beim „Flöhehüten“ .

Bei uns wird kein Hund separiert, deshalb werden Sie bei uns auch keinen Hunderaum finden. Alle Zwei- und Vierbeiner in unserer Familie kümmern sich rund um die Uhr um unseren Nachwuchs. Dabei achten wir darauf, dass wir die Babys nicht überfordern. Sie brauchen als Babys nicht an der Leine gehen, noch werden sie mit einem ständig ansteigendem Spielpegel überflutet. Bei uns dürfen die Babys einfach Babys sein! Sie bekommen unseren Familienalltag mit, d.h.: sie hören das Klappern aus der Küche, Staubsauger, Föhn, Telefon, Fernseher und im Sommer der Rasenmäher. Das Gerumpel der Müllabfuhr beeindruckt sie nur beim ersten Mal.

Da wir auf dem Schulweg und an einem Seniorenheim liegen, kennen unsere Welpen viele Menschen. Alt und Jung bleibt am Zaun stehen und schaut dem Welpenspiel zu. Besonders netten Menschen steht unsere Gartenpforte offen und unsere Welpen freuen sich über die Abwechslung.

Unsere Welpen haben oft eine lange Reise zu ihren Familien, darum üben wir das Autofahren mit Mama, Oma und Tante. Jeden Abend wandern Welpen und Mutter mit ins Schlafzimmer.

Wir werden auch nie mehr Hunde haben, als in einem „normalen“ Familienleben Platz haben. Unsere Hündinnen leben in unserer Familie. Auch wenn sie für die Zucht „zu alt“ sind, ist es für uns selbstverständlich, dass unsere vierbeinigen Familienmitglieder bei uns bleiben. So genießen wir mit unserer Stammhündin Eira von den Lausbuben schon 12 Jahre. Sie ist nach wie vor Top in Form, kerngesund und freundlich zu Mensch und Tier. Sie führt unsere Damenrunde souverän an und ihre Töchter Beverly und Ginger schließen sich ihr gerne an.

Ich bin froh, dass meine Familie meine Leidenschaft mit trägt und mich voll und ganz bei meinem „Hobby“ unterstützt. So begleitet mich mein Mann auf Ausstellungen, zur „Hochzeit“ oder zur Welpenübergabe im In- und Ausland. Unsere Kinder betreuen in der Zeit die Daheimgebliebenen.

 

Leider werden unsere Hunde-Kinder wenig auf Ausstellungen gezeigt. Wenn sie ausgestellt werden aber mit sehr viel Erfolg. So können wir im diesem Jahr stolz auf den 1. Platz auf der Crufts schauen mit dem Titel „Best Puppy in Breed“.

Da ich mit den meisten Besitzern einen engen Kontakt habe, weiß ich, dass unsere Hunde den Wettbewerb nicht scheuen müssen. Die meisten hätten bestimmt Ausstellungstalent. Aber die Besitzer möchten den Aufwand und die Mühen, die mit Ausstellungen verbunden sind, vermeiden.

Dafür freue ich mich umso mehr, dass mein Ziel gesunde, familienfreundliche JUMPERS in ganz Europa zu wissen, erreicht ist. Unsere Hunde-Kinder leben als Einzel- oder Zweithund… oder auch in größeren Rudeln… vertragen sich mit Katzen und Meerschweinchen…. sie lieben kleine und/oder große Kinder…. sind Reitbegleitung….. gehen gerne mit auf Reisen.....

Unsere Zucht ist klein…. Aber die Verpaarungen sind immer etwas Besonderes. Deshalb müssen unsere Welpen-Interessenten manchmal länger auf ein JUMPERS -Kind warten. Umso größer ist die Freude, wenn sie dann ihr kleines Bündel mit nach Hause nehmen können.

 

 

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